Purgatorio – Canto 3

8 und was das erste tut, tun auch die andern, und bleibt es stehn, so lehnen sie sich drüber, 84 einfältig friedlich, wissen nicht, warum: so sah ich auf uns zu die Vordersten aus dem erwählten Häufchen sich bewegen, 87 ehrsamen Schrittes mit verschämtem Blick. Wie diese nun den Sonnenschein vor mir zur rechten Seite unterbrochen sahen, 90 so daß mein Schatten auf die Felswand fiel, machten sie halt und traten kurz zurück, und all die andern hinter ihnen her, 93 ohne den Grund zu wissen, ebenfalls. »Bevor für danach fragt, gesteh ich euch: es ist ein Menschenleib, was vor euch steht, 96 daher am Boden der zerteilte Schein. Erregt euch darum nicht, und seid versichert, daß nur mit Hilfe, die vom Himmel kommt, 99 er diese Bergwand zu ersteigen trachtet.« So sprach mein Meister, und die wackre Schar: »Kommet voran mit uns und wendet euch!« 102 wobei sie mit der Hand uns rückwärts winkten. Und einer unter ihnen: »Wer du seist, schau her auf mich im Weitersehreiten und 105 besinn dich, ob du je mich drüben sahest.« Ich wandte mich, betrachtete ihn fest. Blond war er, schön und ritterlicher Art; 108 die eine Braue aber war zerhauen.

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