10 Vater und Schwieger sind sie dem von Frankreich und wissen, wie er's treibt in Schmutz und Laster, 111 drum sind sie so in Kümmernis versunken. Der Starkgebaute, dessen Stimme schmiegsam sich dem Gesang des Adlernasigen anpaßt, 114 war einst mit jeder Tugend ausgestattet, und wär sein Erbe auf dem Königsthron der Jüngling dort geblieben hinter ihm, 117 so hätt die Tugend sich im Blut erhalten. Doch von den andern Prinzen gilt das nicht: Jakob und Friedrich haben zwar das Reich – 120 die wahre Erbschaft ging vorbei an beiden. Nur selten blühet an des Stammbaums Zweigen die alte Rechtlichkeit. Und also will 123 Der sie uns schenket, daß wir Ihm sie danken. Auf jenen mit der Adlernase paßt mein Wort so gut wie auf den andern Sänger; 126 Provenza und Apulia leiden drunter. Hier taugt der Schößling weniger als der Same, wie auch Beatrix und Margrete sich 129 des Gatten weniger rühmen als Konstanze. Dort seht ihr einsam sitzen König Heinrich von Engelland, der schlicht und sittsam lebte. 132 Auch treiben seines Stammes Zweige besser. Der als der Unterste, am Boden ruhend, den Blick nach oben richtet, ist der Markgraf 135 Wilhelm von Monferrat, der seinen Ländern,
RkJQdWJsaXNoZXIy MTIyMjQzNA==