4 ich mein die flinken Flügel und die Federn der großen Sehnsucht auf des Führers Spuren, 30 dem ich die Hoffnung und die Klarheit danke. Wir stiegen aufwärts in dem Felsenspalt. Die Wand beengte uns von beiden Seiten; 33 der Grund verlangte festen Tritt und Griff. Als wir zum letzten Saum der Wand gelangten, wo wieder frei der Hang sich breitete, 36 frug ich: »Wo geht der Weg, mein Meister, jetzt?« Und er: »Nur abwärts tu mir keinen Schritt, immer bergauf und unentwegt mir nach, 39 bis irgendwie ein Kundiger uns geleitet.« Das Auge reichte nicht bis zu dem Gipfel und ziemlich steiler ging die Steigung als 42 die Mittellinie eines rechten Winkels. Und ich war müd und sprach: »Oh, lieber Vater, wende dich her und schau zurück und sieh, 45 wie ich allein bleib, wenn du weitergehst.« »Mein Sohn«, sprach er, »schlepp dich bis hieher noch«, und wies auf einen Sims, der wenig höher 48 von hier aus um den ganzen Berg sich legte. Von seinem Wort gespornt, arbeitete ich kriechend mich hinauf in seine Nähe, 51 bis ich den Fuß auf jener Stelle hatte. Da konnten wir uns endlich beide setzen gen Morgen hin, von wo wir aufgestiegen; 54 denn solche Rückschau macht dem Menschen Freude.
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