8 Ich glaub, daß Staunen mein Gesicht verfärbte, daher der Schatten lächelnd rückwärts wich 84 und ich ihm nach nur immer vorwärts drang, bis er mich freundlich mahnte, ruhig zu bleiben. Daran erkannt ich ihn und bat, er möge 87 ein wenig im Gespräch mit mir verweilen. Er gab zur Antwort mir: »Wie ich dir gut war im irdischen Leib, bin ich's als freie Seele 90 und weile gern mit dir. Doch du, wohin?« »Casella, Freund, um noch einmal hieher zurückzukehren, tu ich diese Reise. 93 Doch du«, sagt ich, »wie kommst du so verspätet?« Und er: »Mir ist kein Unrecht widerfahren, wenn Er, der mitnimmt wen und wann er will, 96 mir oft die Überfahrt verweigert hat: denn aus gerechtem Wollen kommt das seine. Doch wahrlich, seit drei Monden hat er jeden, 99 der eingehn wollte, gerne mitgenommen, so daß auch ich, am Meeresufer harrend, dort, wo des Tibers Wasser salzig wird, 102 in Güte von ihm zugelassen wurde zur Mündung. die sein Flügelboot befährt. Denn dort versammeln immer sich die Seelen, 105 die nicht zum Acheron hin untersinken.« Und ich: »Wenn neue Pflicht dir nicht verbietet, den Hochgesang der Minne noch zu pflegen, 108 an dem so oft sich meine Sehnsucht stillte,
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