8 »Das größte Becken«, so begann er nun, »in dem des Meeres Wasser sich verbreiten 84 neben dem Meer, das rings die Erde kränzt, erstreckt sich zwischen feindlichen Gestaden so weit nach Osten, daß sein Mittagsbogen 87 ihm dort erscheint, wo erst der Sehkreis war. Uferbewohner jenes Beckens war ich zwischen dem Ebro und der Magra, die 90 nur kurz Ligurien von Toskana trennt. Auf gleicher Länge beinah wie Bugèa liegt meine Vaterstadt, um deren Strand 93 gar heiß und blutig einst gerungen wurde. Folco war dort mein Name, wohlbekannt, und diesem Himmel bin ich eingefügt, 96 wie ich von ihm mein Eigenart empfing. So minniglich, wie ich in freier Jugend, war selbst des Belus Tochter nicht entflammt 99 (Sichäus und Creusa zum Verdruß), noch Rhodopeia, die, verlassen von Demophoon, sich tötet', noch Alcides 102 als er schön Iole in sein Herze schloß. Doch hier bereut man nicht, hier freut man sich: – nicht an der Schuld zwar, die vergessen ist, 105 doch an der Macht, die lenkte und bestimmte. Bewundernd schaut man hier die Kunst, durch die so schöne Wirkung ward, man sieht das Heil, 108 zu dem der obre Rang den untern führt.
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