2 Es wähnte einst die gottverlass'ne Welt, die schöne Cypris strahle Liebesfieber, 3 im dritten Epicyclus kreisend, aus; daher mit Opfern und Gelöbnissen die Alten ihr in altem Wahne Ehre 6 erwiesen, und nicht ihr allein, nein, auch der Diona als der Mutter Veneris und dem Cupido gar als ihrem Söhnchen, 9 von dem es hieß, er sei das Schoßkind Didos. Von ihr, mit der ich diesen Sang beginne, wurd auch der Name für den Stern entliehen, 12 der mit der Sonne liebelt früh und spät. Den Aufstieg zu dem Stern bemerkt ich nicht, doch als ich drin war, mußt ich's wahrlich glauben, 15 denn meine Herrin sah ich nun noch schöner. Wie in der Flamme man den Funken sieht und im Gesang die Stimmen unterscheidet, 18 wenn sich die eine um die andre schlingt, sah ich im Sternenlicht die kleinern Lichtlein bald rasch, bald langsam ihre Kreise ziehn,· 21 je nach der Art wohl ihrer Gottbetrachtung. Ein Schlag, der niederfährt aus Wetterwolken, zur Erde blitzend oder wehend saust, 24 erschiene lahm und langsam im Vergleich mit jenen Himmelslichtern, wie sie kamen zu uns und den gewohnten Kreis verließen, 27 den hoch sie führten mit den Seraphim.
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