8 Und ich als Sterblicher empfinde mich unausgeglichen; mit dem Herzen nur 84 erstatt ich Dank fürs väterliche Fest. Ich fleh zu dir, lebendiger Edelstein, der dieses Kreuzes Köstlichkeit verzierest, 87 still mir den Wunsch und sag mir deinen Namen!« »Schon immer hab ich freudig dich erwartet, du bist mein Zweig, vom Stamme, der ich war.« 90 So fing er an und gab mir seine Antwort und fügte bei: »Der Name deiner Sippe beginnt mit meinem Sohne, deinem Urahn, 93 der hundert Jahr und länger auf dem ersten Gesims den Läutrungsberg umwandelt hat; 's ist Ehrenpflicht, daß du die lange Mühsal 96 mit deinen Werken ihm verkürzen hilfst. In jenem alten Mauerring verschlossen, wo heute noch die Tagesglocke hängt, 99 sittsam und keusch und friedlich lag Florenz. Und keinen Putz noch gab es, keine Ketten, noch Kronen, noch gestickte farbige Röcke, 102 noch Gürtel, die das Auge blendeten. Und, kam ein Mädchen auf die Welt, so freute der Vater sich und sorgte nicht und bangte 105 um rasche Heirat gleich und große Mitgift. Kein leerer Prunksaal gähnte in den Häusern. Sardanapalisches Leben war noch nicht 108 in glänzende Gemächer eingezogen.
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