2 Des Herzens Freundlichkeit, in der sich immer die rechte Liebe atmend offenbart 3 (wie in der falschen sich die Gier verrät), ließ jetzt das holde Harfenspiel verstummen und stellt' die heiligen Saiten, die der Meister 6 des Himmels spannt und lockert, alle still. Wie sollte gute Bitte nicht erhört sein bei diesen Wesen, die einmütig schwiegen, 9 nur um mich zu ermutigen in der Bitte! Mit Recht versinkt in Trauer ohne Ende, wer für die Liebe zum Vergänglichen 12 auf ewig echte Liebe von sich tut. Wie manchmal durch die klaren heitern Nächte plötzlich ein Feuerfunke sich bewegt, 15 er unser Aug erschreckt und nach sich zieht und aussieht wie ein Stern, der wechseln möchte, (nur daß am Ausgangsort des Feuerstreifens, 18 der bald danach erlischt, kein Sternchen fehlt) – so lief vom rechten Arm des Kreuzers her zu dessen Fuß ein Stern herunter, eilends 21 hinweg vom Sternenbild, das dort oben schimmert: ein Edelstein, und sprang von seinem Bande nicht ab und huschte an des Kreuzes Speichen 24 wie Lichtstrahl hinter Alabasterscheiben. So liebreich nahte des Anchises Schatte dem Sohn, als er ihn im Elysium sah, 27 wenn unsre größte Dichtung recht berichtet.
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