4 Die Vorsehung, die Lenkerin der Welt, in ihrem Ratschluß, den noch nie ein Blick 30 erschaffner Wesen hat ergründen können, bestellte, um die Braut zu ihrem Liebsten (der unter lautem Rufen sie mit seinem 33 geweihten Blut sich hatte anverlobt), in Sicherheit, in Treue hinzuführen, zum fürstlichen Geleite zwei Erwählte, 36 die stützend, schützend sie zu führen hatten. Der eine glühte in seraphischer Liebe, der andre war durch Weisheit schon auf Erden 39 ein Widerschein des cherubinischen Lichtes. Vom einen will ich sprechen, denn auf beide geht's, wenn man einen, gleichviel welchen, preist, 42 dieweil sie wirkten für dasselbe Ziel. Zwischen Tupino und dem Bach am Hang des heiligen Hucbaldus-Hügels neigt 45 ein fruchtbar Land vom hohen Berg sich nieder; von dorther spürt Perugia kalt und warm an seinem Sonnentor, und hinterm Berge 48 im Schatten trauern Gualdo und Nocera. Von jenem Berg, dort wo er sanfter wird, trat eine Sonne in die Welt, so warm, 51 wie diese manchmal aus dem Ganges steigt. Drum soll, wer diesen Ort erwähnt, nicht mehr Ascesi sagen, denn das wär zu wenig, 54 und richtig muß es heißen: Orient.
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