Inferno – Canto 29

10 »Ich stamme«, sagte einer, »aus Arezzo. Verbrennen ließ mich Albero da Siena. 111 Doch nicht, wofür ich starb, kam ich hieher. Sagt ich doch nur im Scherz ihm eines Tages, ich schwänge durch die Lüfte mich im Flug. 114 Und er, neugierig wie er war und gläubisch, verlangt die Kunst des Daedalus von mir. Da ich ihm keine Flügel gab, gab er 117 mich seinem Vater, der mich brennen ließ. Doch in den letzten dieser Gräben hat mich Minos, der Unfehlbare, gewiesen 120 für Alchimie, die ich im Leben trieb.« Da wandt ich mich zum Dichter: »Gab’s wohl je ein windigeres Volk, als das von Siena? 123 Nicht einmal die Franzosen sind so eitel.« Der andre Räudige hatte mich gehört und stimmte bei: »Den Stricca ausgenommen, 126 der gar so maßvoll im Vergeuden war, so wie den Niccolò, der uns erfand den köstlichen Gebrauch der Nelkenwürze 129 für unser Gärtlein, wo dergleichen wuchert; und ausgenommen die Gesellschaft auch, in der Caccia d’ Ascian Weinberg und Wald 132 und Abbagliato den Verstand verspielte. Damit du aber wissest, wer dir so gegen das Volk von Siena beispringt, schau 135 recht scharf mir ins Gesicht, bis es dir aufgeht,

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