Inferno – Canto 21

8 ohne den Willen Gottes und mein Glück? Gib frei den Weg uns, denn der Himmel will, 84 ich soll durch diese Wildnis jemand führen.« Da war auch schon sein ganzer Stolz gebrochen; zu seinen Füßen glitt der Hakenspieß. 87 »Laßt es nun gut sein«, sprach er zu den Seinen. Zu mir der Führer dann: »He, du Versteckter, der zwischen Felsen auf der Brücke kauerst, 90 jetzt kannst du unbehelligt zu mir kommen.« Ich macht mich auf und war sofort bei ihm. Die Teufel alle kamen auch heran, 93 und bang ward mir um unsern Pakt mit ihnen. So bang sah ich dereinst dem Fußvolk werden, das bei bedungnem Abzug aus Caprona 96 sich rings von so viel Feind umgeben fand. An meinen Führer schmiegt ich mich heran, so groß ich war, und wendete kein Aug 99 von ihren Mienen, die nichts Gutes zeigten. Sie senkten ihre Hakenspieße: »Soll ich ihn hinten kitzeln?« Einer sagt’s zum andern. 102 »Ja, mach«, erwidert’ der, »daß du ihn anhakst.« Doch jener Teufel, der mit meinem Führer die Unterhaltung hatte, rasch sich wendend: 105 »Gib Ruh«, rief er, »gib Ruhe, Zausekopf!« Sodann zu uns: »Auf dieser Klippe geht es nicht weiter, weil der ganze sechste Bogen 108 zerschmettert drunten in der Tiefe liegt.

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