Inferno – Canto 17

8 So ist die Treppe, die uns abwärts führt. Steig vorne auf, ich will dazwischen sitzen, 84 so kann des Schweifes Spitze dir nichts tun.« Wie einen Fieberkranken, den nun gleich der Frost befällt, daß er mit blauen Nägeln 87 erzittert, wenn er etwas Schattiges sieht, so wurde mir bei dieser Worte Klang; doch schüchterte ein Schamgefühl mich ein, 90 das wackern Herren stramme Diener schafft. Ich setzte mich auf Ungeheuers Schultern, ich wollte sprechen, doch die Stimme kam nicht, 93 und etwa sagen: halt mich, bitte, fest! Er aber, der mir schon einmal geholfen in hoher Fährlichkeit, umschlang, sobald 96 ich aufstieg, fest mit beiden Armen mich und sagte: »Geryon, rege dich! Flieg ab in weiten Kreisen und in sachtem Abstieg! 99 Gib acht auf deine ungewohnte Last!« Wie sich ein Kahn von seinem Strande rückwärts und immer rückwärts gleitend löst, tat Geryon, 102 bis er sich ganz in freiem Spielraum fühlte. Wo seine Brust war, wandt’ er nun den Schweif und reckte und bewegt’ ihn wie ein Aal, 105 und mit den Tatzen griff er nach der Luft. Viel größer konnte wohl die Furcht nicht sein, die Phaëthon empfand, als ihm die Zügel 108 entglitten zu des Himmels ewigem Schaden,

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